Der MBA

vorsprungAuch der Master of Business Administration (MBA) ist ein Weiterbildungsprogramm, denn er kann als zusätzliches Managementstudium nur nach einem bereits erfolgreich abgeschlossenen Studium erworben werden. Idealerweise generalistisch angelegt, vermittelt der MBA Kenntnisse in allen Bereichen, die für die kompetente Geschäftsführung nötig sind. Der Inhalt der angebotenen MBA-Kurse variiert jedoch stark. Karriere.de hat daher aufgeführt, über welche Bestandteile ein ordentliches MBA-Programm verfügen sollte:

  • Financial Accounting (Bilanzen),
  • Managerial Accounting (Bilanzdaten, Steueraspekte),
  • Finance (Cash Flow, Return on Investment, Kapitalkosten),
  • HR Management (strategische Personalführung),
  • IT-Management (Überblick),
  • Micro-/Macroeconomics (wirtschaftliche Rahmenbedingungen),
  • Marketing, Organisational Behaviour (das Verhalten von Menschen und Gruppen im Unternehmen),
  • Operations Management (Produktionsprozess/Logistik) und
  • Strategy.
Wie man schon an der Auflistung dieser Bereiche sieht, zeugt der MBA von einer gewissen Internationalität und ist stark anglo-amerikanisch geprägt - auch wenn die MBA-Richtlinien nicht nur von den USA, sondern auch von 19 europäischen Ländern 1997 entwickelt wurden. Die Tradition der Business Schools ist in Deutschland noch nicht alt, und während man in den USA eine lange Liste aufführen kann mit solch illustren Namen wie Stanford, Harvard, Yale oder Dartmouth klingen die deutschen Städte mit Mannheim (Mannheim Business School), Düsseldorf (Düsseldorf Business School) oder Hannover (Gisma Business School) - vorsichtig ausgedrückt - etwas weniger glamourös. Was natürlich nichts über die Qualität der Lehre auszusagen hat. Die Mannheim Business School beispielsweise ist als einzige deutsche Schule von drei internationalen Organisationen akkreditiert. Laut Wirtschaftswoche schafft dies nur ein Prozent der 4000 Business Schools weltweit. Aber tatsächlich hat der MBA in Deutschland für angehende Manager einen deutlich anderen Status als in den USA. Wie Hubertus Graf Douglas, Managing Director der Personalberatung Korn/Ferry auf karriere.de schreibt, ist der MBA in den USA für die entsprechenden Nachwuchskräfte Pflichtprogramm, während er in Deutschland eine Zusatzqualifikation ist, die auf die Internationalität der Ausbildung rekurriert. Mittlerweile bieten viele Hochschulen MBA-Programme an, auch staatliche Universitäten - eine Übersicht darüber bietet die Website www.mba-studium.de. Hier gibt es außerdem eine Übersicht über die gängigsten berufsbegleitenden MBA-Programme sowie die Beantwortung der FAQs zum Thema.

Was einem schnell klar wird, wenn man sich nach MBA-Programmen umsieht, ist, dass sie eine enorme finanzielle Investition fordern. Wie sinnvoll der Preis von zehn bis hunderttausend Euro pro Programm ist, kann man nur im Hinblick auf das zu erwartende Gehalt erwägen. Wie stehen die Chancen, nach dem Erwerb des MBA soviel zu verdienen, dass das Geld wieder zurückfließt? Findige Menschen werden daher auf die Veröffentlichungen der Absolventengehälter schauen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Denn die Angaben beruhen auf Freiwilligkeit, will heißen: Nur, wer sein Gehalt angeben möchte, wird in der Aufstellung berücksichtigt. Unangenehme Fakten wie arbeitslose Absolventen werden wohl gerne auch mal unter den Tisch fallen gelassen, so karrriere.de. Automatisch gewonnen hat man mit dem MBA nicht - selbst Firmen, die die Teilnahme an MBA-Programmen fördern, bieten ihren Mitarbeitern danach nicht unbedingt andere oder bessere Aufgaben an, wie in einem Artikel auf faz.net zu lesen ist. Aber er erhöhe die individuellen Chancen beträchtlich.

Möglich sind MBA-Programme in Teilzeit, Vollzeit und als sogenannte Executive MBAs. Während sich das Vollzeit-Studium von selbst erklärt, ist die Grenze zwischen einem Teilzeitstudium und einem Executive MBA fließend: Beide Formen können von Berufstätigen neben ihrer Arbeit absolviert werden, der Executive MBA fordert allerdings einen noch höheren Zeitaufwand, auch gilt er eher als Instrument für die „Führungskräfte von heute" (Wirtschaftswoche), während sich die übrigen Programme vornehmlich an Nachwuchskräfte wenden.

Als unabhängige und neutrale Informationsplattform gibt www.mba.de zu allen Fragen des MBA Auskunft. Von Stellenangeboten über eine Business-Schools-Suchfunktion bis hin zu einem Beratungs- und Agenturservice fürs Studium bietet die Seite das komplette Rundum-Paket. Besonders hilfreich sind hier die „11 Faustformeltipps zur Qualitätsbeurteilung von MBA- und Masterprogrammen".

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